Die Geburtstagsfeier

Über das Stück

In der schä­bi­gen Strand­pen­si­on des Ehe­paa­res Meg und Petey Boles logiert Stan­ley Web­ber als ein­zi­ger Dau­er­gast. Er mei­det die Außen­welt und lebt in sei­ner Ver­gan­gen­heit als erfolg­rei­cher Pia­nist, bis ihn eine ande­re Ver­gan­gen­heit ein­holt – sie nimmt Gestalt an in Gold­berg und McCann, zwei Funk­tio­nä­ren einer namen­lo­sen Orga­ni­sa­ti­on.

Die anfangs laten­te Bedro­hung nimmt immer mehr Raum ein und ent­lädt sich schließ­lich in der fina­len Absur­di­tät der Geburts­tags­fei­er. Pin­ter lässt den Men­schen Stan­ley durch die Hand­lan­ger des nicht näher beschrie­be­nen “Systems” zum Objekt degra­die­ren, über wel­ches das System nach Belie­ben ver­fü­gen, ihm sei­ne indi­vi­du­el­le Exi­stenz­be­rech­ti­gung abspre­chen kann.

Über Harold Pinter

Harold Pin­ter, wur­de 1930 in East Lon­don als Sohn eines jüdi­schen Schnei­ders gebo­ren. Er stu­dier­te Schau­spiel an der Roy­al Aca­de­my of Dra­ma­tic Art und an der Cen­tral School of Speech and Dra­ma, ver­ließ die Aca­de­my aber, um als Schau­spie­ler unter dem Künst­ler­na­me David Baron Kar­rie­re zu machen. Pin­ter rei­ste mit einer Shake­speare Com­pa­ny durch Irland und spiel­te jah­re­lang in Pro­vinz­thea­tern, bis er 1957 began­nen, Thea­ter­stücke zu schrei­ben.
The Bir­th­day Par­ty, Pin­ters erstes abend­fül­len­des Stück, wur­de 1958 am Arts Thea­ter in Cam­bridge urauf­ge­führt.
Zu sei­nen wich­tig­sten Arbei­ten gehö­ren außer­dem The Careta­ker, The Home­co­m­ing, Betra­y­al, Old Times und Ashes to Ashes. Pin­ter schrieb zahl­rei­che Hör­spie­le, Film­dreh­bü­cher und Gedich­te.